Es ist eine Zeit des Übergangs, in der der Wald tief durchatmet. Das strenge Schweigen der Frostnächte weicht einem sanften, stetigen Plätschern. Wenn der Schnee im Wald taut, verwandelt sich die Landschaft in eine glitzernde Übergangszone zwischen eisiger Ruhe und erwachendem Leben. Die ersten Sonnenstrahlen des Frühlings brechen durch das noch kahle Geäst und treffen auf die müde gewordene weiße Pracht. Der Schnee, einst fest und stolz, wird nun weich und körnig. Er verwandelt sich in tausend kleine, klare Tropfen, die von den Ästen fallen und wie Perlen auf den Moospolstern liegen. Es ist ein Fest für die Sinne: Der Duft von feuchter Erde, Kiefernnadeln und dem letzten Hauch von Kälte liegt in der Luft. Ein leises Rauschen geht durch den Wald, nicht mehr das Knacken von gefrorenem Holz, sondern das Lied des schmelzenden Eises, das als erstes Schmelzwasser den Weg in kleine Bäche findet. Es ist die ideale Zeit, um mit der Pflanzsaison zu beginnen. Warum?
- Gute Bodenfeuchtigkeit: Der Boden ist aufgrund des Schmelzwassers gut mit Wasser gesättigt, was den Jungpflanzen das Anwurzeln erleichtert.
- Geringeres Risiko für einen Pflanzschock (Winterruhe): Die Bäume haben den Winter über ihr Wachstum eingestellt und im Februar keine Blätter. Dadurch verdunsten sie aktuell kaum Wasser und kümmern sich auch noch nicht um das Wachstum der oberirdischen Teile, sondern verwenden ihre Kraft und Energie für eine ideale Wurzelbildung auf.
- Weniger Gefahr durch Krankheiten und Schädlinge: Das Risiko für Pilzinfektionen und Insektenbefall ist im Februar geringer als im späteren Frühjahr.
- Erst bei Temperaturen unter -5 Grad Celsius sollte auf Pflanzungen verzichtet werden - was im Februar selten vorkommt.
Die bei Cermeter standardmäßig erhältlichen Containerpflanzen sind hochwertigste Qualität. Die Setzlinge werden in spezieller Pflanzenerde im Kunststofftopf gezogen und dann ohne den Topf versendet. Dadurch ist das Wurzelwerk unbeschädigt - ideale Voraussetzungen zum Anwachsen. Containerpflanzen können ganzjährig (im Winter soweit es frostfrei ist) gepflanzt werden und wachsen problemlos an. Containerpflanzen erreichen in den ersten Jahren typischerweise mehr Größenzuwachs als wurzelnackte Pflanzen und es gibt außerdem weniger Ausfälle.
Besonders gut geeignete Waldbaumarten für die Pflanzung im Februar (und natürlich auch noch im März sowie je nach Wetter im April):
- Bergahorn (Acer pseudoplatanus): Sinnvolle Baumart im Wald, besonders für stabile Mischwälder, da er schnell wächst, den Boden verbessert und eine wichtige Rolle für die Artenvielfalt spielt.
- Elsbeere (Sorbus torminalis): Geeignet für trockene, warme Standorte. Klimabaumart.
- Europäische Lärche (Larix decidua): Heimische Art.
- Feldahorn (Acer campestre): Trockenheitstolerant.
- Hainbuche (Carpinus betulus): Robust und schnellwachsend, gut für trockene Standorte geeignet.
- Holzapfel (Malus sylvestris): Seltene Baumart, die waldbaulich gefördert werden sollte, unter anderem aufgrund ihres hohen ökologischen Werts und seiner guten Resistenz gegenüber Krankheiten und Schädlingen.
- Rotbuche (Fagus sylvatica): Heimische Hauptbaumart.
- Rotfichte (Picea abies): Trotz Bedrohung durch den Klimawandel in höheren Lagen noch häufig gepflanzt. Sehr gutes Bau- und Brennholz.
- Schwarzkiefer (Pinus nigra): Für trockene Standorte.
- Speierling (Sorbus domestica): Geeignet für trockene, warme Standorte. Klimabaumart.
- Stieleiche (Quercus robur): Gut geeignet für den klimastabilen Waldumbau.
- Traubeneiche (Quercus petraea): Gut geeignet für den klimastabilen Waldumbau.
- Vogelkirsche (Prunus avium): Heimisch und schnellwachsend.
- Waldkiefer (Pinus sylvestris): Für trockene Standorte.
- Weißtanne (Abies alba): Gute Wahl, wenn der Standort passt.
- Wildbirne (Pyrus pyraster): Sehr trockenheitstolerant.
- Winterlinde (Tilia cordata): Gute Wahl für Standorte mit guter Wasserversorgung.

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