Hallo Welt - wir wünschen euch allen einen wunderschönen Tag des Baumes

Unser Cermeter Blog - die Geschichte eines jungen Kleinunternehmens

25. April 2017 - Tag des Baumes - eine wunderbare Gelegenheit für uns, diesen Blog zu starten, und zukünftig mit euch verstärkt in Kontakt zu treten. Wir möchten an dieser Stelle einerseits ein wenig von uns, unserer Idee, unseren ersten Gehversuchen im Onlinebusiness sowie unserem Weg erzählen. Und wir freuen uns über alle die uns bisher begleitet haben sowie in der Zukunft die Treue halten. Danke euch!

Andererseits möchten wir an dieser Stelle unser Know-How rund um Pflanzen teilen und auf eure Fragen eingehen. Wir sind sicher nicht allwissend - im Laufe der Jahre haben wir dennoch einen Fundus an Tipps und Tricks aufgebaut an dem wir euch teilhaben lassen wollen. Wir freuen uns auf euer Feedback, eure Fragen und Anregungen! Alles Gute, euer Tobias und Harald!

P.S.: Das erste Bild hier unten drunter ist ein Jimdo-Standard-Bild - es gefällt uns so gut, dass wir es für euch sichtbar lassen.:)


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Abies grandis (Riesentanne / Küstentanne) – eine willkommene Gastbaumart (Mi, 25 Jan 2023)
Liebe Leserinnen und Leser, heute möchten wir Ihnen Abies grandis näher vorstellen. Im deutschen Sprachgebrauch ist in der Regel von der Riesentanne oder der Küstentanne die Rede - teilweise zudem von der Großen Küstentanne. Sie gehört zu den Kieferngewächsen und zählt zu den in Mitteleuropa willkommenen Gastbaumarten da sie ein geringes Invasionspotenzial besitzt (also nicht dazu neigt, heimische Baumarten zu verdrängen, sondern sich gut mit ihnen mischen lässt), eine relativ hohe Produktivität aufweist und auf verschiedenen Standorten gedeiht. Besonders mit Trockenheit und Dürre kommt sie besser klar als viele heimische Nadelbaumarten. Auf diese Themen möchten wir später im Detail eingehen.   Zunächst aber möchten wir die Frage beantworten, woher die Küstentanne stammt. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet liegt im Westen Nordamerikas. Es erstreckt sich entlang der Pazifikküste von Vancouver Island und British Columbia über Washington, Idaho, Oregon und Montana bis ins nördliche Kalifornien in Höhenlagen zwischen Meeresniveau und etwa 2.200 Höhenmetern. Dort trifft man sie häufig gemeinsam mit der Douglasie, der Sitka-Fichte, der Westamerikanischen Hemlocktanne sowie der Westamerikanischen Lärche an.  In Mitteleuropa empfiehlt sich die Mischung mit Douglasien, Rotfichten und Rotbuchen. Auf schwächeren, trockeneren Standorten macht zudem die Mischung mit Roteichen und Winterlinden Sinn. Die ersten Anbauversuche in Mitteleuropa gab es bereits 1833. Die aktuell größten deutschen Anbauflächen sind in Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein sowie in Niedersachsen. Sie gelten als sehr erfolgreich. Im Schlossgarten Friedelhausen in Hessen steht eine fast 60 m hohe Riesentanne. In den USA gibt es Riesentannen die höher als 80 m sind und Stammdurchmesser von mehr als 220 cm haben. Mit maximalen Wuchshöhen von 80 m bis 90 m belegt die Riesentanne Platz 1 unter den Tannen.   Was ist hinsichtlich des Standortes zu beachten? Die Küstentanne / Riesentanne ist eine Halbschattenbaumart - sie möchte also weder zu viel noch zu wenig Licht abbekommen. Bezüglich ihres Nährstoff- und Wasserbedarf toleriert sie eine breite Standortpalette, wobei sie mit Trockenperioden gut zurecht kommt. Ideal sind frische bis mäßig frische Standorte. Die Nährstoffansprüche sind relativ gering. Auf ärmeren, trockeneren Sandböden sowie auf wechselfeuchten beziehungsweise verdichteten Böden zeigt sie bessere Wuchsleistungen als die Douglasie. Auf wechselfeuchten Standorten besitzt sie ein gewisses Windwurfrisiko, ansonsten gilt sie als recht sturmfest. Die Küstentanne ist frosthart, in Deutschland wächst sie unter anderem gerne entlang von Flüssen. Nicht angebaut werden sollte sie hingegen auf strengen Tonen. Ihre Nadelstreu ist gut zersetzbar, sie bildet gute Humusformen und gilt als bodenpfleglich. Nach derzeitigem Wissensstand geht von ihr keine Gefahr für unsere heimischen Ökosysteme aus, da sie ein eher geringes Reproduktions- und Ausbreitungspotenzial sowie ein moderates Konkurrenzverhalten besitzt. Die Fähigkeit zum Stockausschlag oder Wurzelbrut ist nicht gegeben. Andersrum sollte sie vor Verbiss und Fegen geschützt werden. Teilweise wird sie von Pilzen (z.B. Hallimasch, Wurzelschwamm) und Insekten (z.B. Borkenkäfer, Großer Brauner Rüsselkäfer, Tannenstammlaus) befallen. Wie kommt die Riesentanne im Winter zurecht? Sehr gut, ihre Frosthärte liegt bei ungefähr –20°C.   Sie ist ein immergrüner Laubbaum dessen Blütezeit von April bis Mai liegt und bis etwa 300 Jahre alt wird. Die Sämlinge der Küstentanne bilden rasch eine tiefe Pfahlwurzel aus. Besonders erwähnenswert ist, dass sie (unter für sie guten Bedingungen, siehe oben) relativ raschwüchsig ist – besonders in jungen Jahren. Sie übertrifft dabei die Douglasie. Innerhalb von 50 Jahren kann sie Wuchshöhen von 40 m und Durchmesser von 50 cm erreichen. Aufgrund ihrer Schmalkronigkeit lässt sie Nachbarbäumen ausreichend Platz und Licht. Ihr Holz ist sehr hell, verhältnismäßig weich (ähnlich Rotfichte), harzfrei und ohne ausgeprägte Kernfärbung. Allerdings ist es nicht sonderlich beständig gegen Witterungseinflüsse, Pilz- und Insektenbefall. Damit ähnelt es dem Holz der heimischen Weißtanne. Küstentannen eignen sich gut zur Christbaumproduktion (ihre Nadeln duften zerrieben weihnachtlich aromatisch nach Orangen). Davon abgesehen wird ihr Holz für Kisten, Verpackungen, schichtverleimte Träger, Möbelbau, Konstruktionsholz im Innenausbau und als Industrieholz (Holzschliff- Zelluloseproduktion, Faser- Spanplattenholz) verwendet. Und natürlich ist es auch als Thermoholz geeignet. Unterm Strich lässt sich somit festhalten, dass die Riesentanne / Küstentanne ein in Mitteleuropa willkommene Baumart ist und zukünftig sicherlich verstärkt empfohlen und gepflanzt wird.   Quellen: https://www.waldwissen.net/de/waldwirtschaft/waldbau/grosse-kuestentanne https://www.waldwissen.net/de/lebensraum-wald/baeume-und-waldpflanzen/nadelbaeume/kuestentanne Bayerische Landesanstalt für Wald- und Forstwirtschaft (LWF Wissen 66): „Verwendungsmöglichkeiten für Küstentannen-Schnittholz“ (2011) Lüdemann, G.: „Die Küstentanne in den norddeutschen Bundesländern“, Forst und Holz 62 (2007) Trauboth, V.: „Anbauten der Großen Küstentanne in Thüringen“ (2005)
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Die Moorbirke (Betula pubescens) - Deutschlands Baum des Jahres 2023 (Wed, 14 Dec 2022)
Die Moorbirke (Betula pubescens) ist eine sommergrüne Lichtbaumart - das bedeutet, dass sie besonders an sonnigen Standorten gut gedeiht. Regional wird sie zudem Haarbirke, Besenbirke, Glasbirke oder Behaarte Birke genannt. Natürlich gehört sie zu den Laubbäumen ebenso wie zu den Pionierbaumarten. Und sie ist Deutschlands Baum des Jahres 2023!   Wo kommt die Moorbirke natürlich vor? In den gemäßigten Klimazonen Europas und Asiens. Das umfasst das nördliche Italien bis nach Island und Skandinavien im Norden. Im Westen von Großbritannien und Frankreich über das komplette Mitteleuropa und Osteuropa bis weit nach Osten (bis nach Sibirien). Bezogen auf die Höhenmeter liegt die Grenze bei etwa 2.000 m über dem Meeresspiegel. Bevorzugt werden feuchte bis staunasse, kalkarme, gering bis mäßig basenversorgte, saure Moor- und Anmoorböden (bis etwa pH < 5) mit geringer bis sehr geringer Nährstoffversorgung (oligo- bis mesotroph). Moor-Birken gelten als die "nördlichste Baumart Europas", sie sind sehr unempfindlich gegen Winterfröste und überstehen auch Temperaturen von weniger als −40 °C. Sie kann Wuchshöhen bis rund 30 m erreichen und die ältesten bekannten Exemplare sind etwa 150 Jahre alt.   Als Klimaxbaumart kann man sie nur in Skandinavien und den Tundren Nordeuropas sowie auf Sonderstandorten wie Mooren antreffen. Hiervon leitet sich auch der Name Moorbirke ab. Betula pubescens wächst in Laubwäldern und Gebüschen auf feuchten bis trockeneren Standorten gemeinsam mit der Hänge-Birke beziehungsweise Sand-Birke (Betula pendula), der Esche (Fraxinus excelsior), der Vogelbeere (Sorbus aucuparia) und der Zitterpappel (Populus tremula). Typischerweise bilden sie ein flach wurzelndes Herzwurzelsystem aus. Zeitweise Überflutungen verträgt sie übrigens gut.   Wofür kann die Moorbirke verwendet werden? Das Holz der Moorbirke dient vor allem im Innenbereich schwerpunktmäßig als Möbelholz. Außerdem ist es ein beliebtes Brennholz (das sogar im nassen Zustand brennt - wie das Holz der Sandbirke / Hängebirke). Zum Trocknen empfiehlt es sich, dass es gespalten wird, da die Rinde wasserundurchlässig ist. Davon abgesehen werden die Blätter der Moor-Birke (wie auch die der Hängebirke / Sandbirke) als Heilpflanze verwendet. Sie enthalten bis zu drei Prozent Flavonoide - insbesondere Hyperosid, Quercetin, Quercitrin und Myricetingalaktosid; aber auch Vitamin C, Saponine und ätherische Öle. Tees und Presssäfte aus Birkenblättern fördern die Salz- und Wasserausscheidung des Menschen und werden deshalb zur Durchspülungstherapie der Nieren, bei Entzündungen der ableitenden Harnwege und Nierengries verwendet. Positive Wirkung zeigt sich auch bei Gicht und rheumatischen Beschwerden.   Welche Rolle spielt die Moorbirke aus ökologischer Sicht? Eine sehr wichtige! "Das kann man schon daran sehen, dass einige extrem seltene und streng geschützte Tierarten ihren Namen tragen, zum Beispiel die Birkenmaus oder das Birkhuhn", sagt der Forstwissenschaftler Müller-Kroehling. Moorbirke bieten einigen besonders spezialisierten Tierarten, die nur an ihr vorkommen, eine Heimat. Ein Beispiel hierfür ist der Prachtkäfer Dicerca furcata. Insgesamt wurden an ihr 164 verschiedene Insektenarten gezählt - Platz drei unter den heimischen Baumarten! Besser schneiden nur Eichen (298 Insektenarten) und Weiden (218) ab. Kiefern (162), Fichten (150) und Buchen (96) werden von wesentlich weniger Insektenarten besiedelt. Erwähnt sei an dieser Stelle, dass nicht nur Wälder äußerst wichtige CO2 Speicher darstellen, sondern auch Moore. Somit spielen Moorwälder eine wertvolle Rolle in der Natur. Dies ist sicher einer der Gründe, warum die Dr. Silvius Wodarz Stiftung die Moorbirke zu Deutschlands Baum des Jahres 2023 auserkoren hat.   Eine Übersicht aller Bäume des Jahres finden Sie übrigens HIER.   Quellen: Baum des Jahres (baum-des-jahres.de) Die Moor-Birke ist Baum des Jahres 2023 - [GEO] Hart im Nehmen – Moorbirke ist Baum des Jahres 2023 (bayern.de) Süddeutsche Zeitung: Naturschutz: Die Moorbirke ist "Baum des Jahres" - nicht alle Experten finden das gut (Artikel von Christian Sebald) SWR Wissen: Baum des Jahres 2023: Die Moorbirke und ihr Lebensraum verschwinden (von Susanne Henn)
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