Wald im Wandel - Cermeter hilft

Trockenheit, Borkenkäfer, Stürme - unsere Wälder sind bedroht!

Der Klimawandel ist eindeutig in Deutschland angekommen. Immer trockenere Sommer lassen die Borkenkäfer-Populationen explodieren. Die Holzpreise sinken immer weiter. Für Waldbauern ist es aktuell keine einfache Zeit. Was über Generationen herangewachsen ist, wird durch Stürme, Käfer und Trockenheit innerhalb weniger Monate zerstört. Die Eigentümer stehen teilweise vor dem Ruin. Vor allem Gebiete mit großen Fichtenanteilen, wie es auch in der Cermeter Heimat, der nördlichen Oberpfalz der Fall ist, sind extrem betroffen. Sachsen, Thüringen, Bayern, Sachen-Anhalt und Brandenburg leiden dabei am meisten.

 

Wir möchten in diesem Artikel auf Fehler eingehen, die in den vergangenen Jahren gemacht wurden, aber auch Lösungen aufzeigen, wie der Waldumbau gelingen kann. Dieser Waldumbau kann übrigens 20 bis 30 Jahre dauern. Neben heimischen Baumarten könnte der Zukunftswald auch durchaus die oder andere Gastbaumart / Fremdbaumart beinhalten. Aus mitteleuropäischer Sicht sind Gastbaumarten / Fremdbaumarten Baumarten, die in Mitteleuropa nicht schon seit mehreren Jahrhunderten natürlich vorkommen.

 

Die Fichte - Der bisherige "Brotbaum" der Waldbauern, die Fichte, welcher teilweise in Monokulturen angebaut wurde, hat in weiten Teilen Deutschlands kaum eine Chance gegen den Klimawandel (regionale Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel). Zu flach sind seine Wurzeln, als dass er das Grundwasser erreichen könnte. Wir raten jedem Waldbesitzer gut zu überlegen, ob es für ihn Sinn macht, weiterhin junge Fichten anzupflanzen. Was sicher Sinn macht ist eine Beratung durch den örtlichen Förster. Vor allem Monokulturen sollten vermieden werden.

 

Die Douglasie - Die Douglasie ist eine Alternative zur Fichte. Ihr Wachstum ist standortabhängig sogar besser als die Fichte, das Holz vergleichbar. Sie verträgt Trockenheit, wenn sie angewachsen ist, deutlich besser als die Fichte. Allerdings sollten Douglasien immer als Topfware verpflanzt werden. Von wurzelnackter Ware ist abzuraten da die Anwachsraten erfahrungsgemäß gering sind. Cermeter wird sein Angebot rund um die Douglasie (ausschließlich Topfware!) deutlich ausbauen. Bereits im Frühjahr 2019 war eine enorme Nachfragesteigerung nach der Douglasie zu verzeichnen, sodass unsere Bestände bereits kurz nach dem Saisonstart ausverkauft waren. Für den Herbst 2019 haben wir unsere Bestände aufgestockt. Allerdings erwarten wir weiterhin eine gesteigerte Nachfrage nach der Douglasie. Wir raten: Douglasie in den Bestand mit bis zu 25% beimischen!

 

Die Europäische Lärche - Die Lärche hat ein hervorragendes Holz, welches weiterhin sehr gefragt ist. Cermeter Topflärchen eigenen sich ebenfalls ideal zur Beimischung in den Bestand. Sie haben einen festen Wurzelballen und trotzen so der Trockenheit im Vergleich zu wurzelnackten Pflanzen deutlich länger. Cermeter empfiehlt: Beimischung zum Bestand von bis zu 20%.

 

Die Eiche - Viele Forstbesitzer haben sich bisher davor gehütet Eichen anzupflanzen. Sie wachsen relativ langsam, weshalb der Ertrag erst sehr viel später anfällt, als bei anderen Baumarten. Sie liefern allerdings eines der besten Hölzer Deutschlands und erzielen entsprechend auch regelmäßig hohe Preise. Wir bieten deshalb ebenfalls Topfpflanzen der Eiche an. Als Beimischung bis zu 10% tragen sie zum klimaresistenten Wald bei.

 

Die Tanne - Tannen gehören definitiv zu den Bäumen, die auch im Zuge des Klimawandels einen Platz in unseren Wäldern behalten werden. Als Tiefwurzler sind sie gut mit Wasser versorgt und strotzen so auch längeren Trockenperioden. Cermeter setzt auf Topf-Tannen zwischen 20 und 30 cm Pflanzenhöhe.

 

Die Buche - Ebenso wie die Eiche gehört Buchenholz zu den Harthölzern. Sie wächst ebenfalls langsamer, als die oben genannten Nadelbäume. Allerdings liefert sie hervorragendes, gut verwertbares Holz. Die Buche sollte in keinem Wald fehlen. Wir empfehlen eine Beimischung von bis zu 25%.

 

Die Elsbeere - Kaum bekannt, hat Cermeter mit der Elsbeere hier eine absolute Top Pflanze im Angebot. Die Elsbeere liefert bei Stammauktionen regelmäßig die höchsten Renditen. Stämme werden teilweise mit mehr als 10.000 Euro gehandelt. Wir haben vor zwei Jahren begonnen Elsbeeren anzubieten. Die Nachfrage unserer Kunden bestätigt unsere Strategie. Edelhölzer als Beimischung von bis zu 3% machen jedes Waldstück attraktiver und diversifizierter. Wir empfehlen die Elsbeeren im 2L Topf in Einzelstellung mit in den Wald einzubringen.

 

Ohne ins Detail zu gehen existieren viele weitere Klimabäume, also Baumarten, welche den Herausforderungen des Klimawandels überdurchschnittlich gut gewachsen sind. Zu nennen wären beispielsweise die Esskastanie, die Atlaszeder, die Libanonzeder, die Baumhasel, die Riesentanne und die Schwarzkiefer. Von den heimischen Baumarten sei vor allem die Holzbirne genannt. Wie geschrieben ist die Liste aber nicht annähernd vollständig. Grundsätzlich sollte beim Aufforsten auf eine gesunde Mischung aus Laubbäumen und Nadelbäumen geachtet werden.

 

Zu guter Letzt haben wir noch ein Spezialangebot für Sie - unser Deutschland-Paket. Dieses bildet den natürlich Waldbestand in Deutschland annähernd nach.

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